Der Eichenprozessionsspinner ist mit Vorsicht, zu genießen!

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Der Eichenprozessionsspinner ist mit Vorsicht, zu genießen!

Eichenprozessionsspinner -
Was Ihn so gefährlich macht

Es ist schon interessant anzusehen, wie sich die Schmetterlingsraupen sammeln und sich in Formation im Gänsemarsch auf Nahrungssuche machen. Diese bis zu zehn Meter lange Raupenschlange, schlängelt sich an Eichen herauf und fällt über die Blätter her und frisst sie bis auf die „Adern“ kahl. Ganze Eichenbäume werden so in kürzester Zeit vom Prozessionsspinner entlaubt.

Doch so neugierig das Naturphänomen anzuschauen ist, sollte man den Raupen nicht zu nahe kommen und vor allem nicht berühren. Denn der Eichenprozessionsspinner kann auch für Menschen und Tier gleichermaßen sehr unangenehm werden. Ab dem dritten von sechs Larvenstadien besitzen die Tiere Härchen mit mehreren Spitzen, die in die Haut eindringen und sogar in die Augen und in die Atemwege gelangen können.

Vorsicht - Allergieähnliche Symptome

Der Eichenprozessionsspinner, wissenschaftlich auch „Thaumetopoea processionea“ genannt, kommt meist in lichten Wäldern vor, kann aber auch an einzeln stehenden Bäumen vorkommen.

Eichen-Prozessionsspinner

Was macht den Eichenprozessionsspinner so gefährlich?

Je nach Witterung, wird das Insekt zwischen Anfang und Ende Mai für den Menschen unangenehm. Dann hat es sein drittes Larvenstadium erreicht. Mit jeder Häutung steigt die Zahl der Gifthärchen stetig an und vor der Verpuppung sind es um die 600.000, die diese Raupe mit sich führt. Diese feinen Härchen brechen leicht und setzen dadurch einen Eiweißstoff frei, der zu allergieähnlichen Symptomen führt.

Die menschliche Haut reagiert mit heftigem Juckreiz, rötet sich, bildet Quaddeln, Eiterbläschen und Knötchen. Wenn diese Härchen ins Auge geraten, entwickelt sich mitunter auch eine heftige Bindehautentzündung samt roten Augen und geschwollenen Lidern. Gerät der Giftstoff der Raupenhaare in die Atemwege, können sich Nase, Rachen und Bronchien entzünden, in schweren Fällen kann dies zu Atemnot führen.

Eichenprozessionsspinner im Garten oder in der Nähe?

Ihr Baum-Team von A-Z Gartenbau steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Hier noch erste Tipps:

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit den Raupen und Gespinsten
  • Nach Vernichtung der Raupen können verbliebene Härchen noch jahrelang das Gift absondern.
  • Wenn Sie in die Nähe befallener Bäume kommen: Duschen Sie, waschen Sie gründlich Ihre Haare und auch die Kleidung.
  • Entfernen Sie Gespinste im Garten nicht selbst, sondern beauftragen Sie einen entsprechend ausgerüsteten Baumpfleger.
  • Die Gespinste nicht abflammen oder abspritzen – dabei werden die Gifthaare nur noch mehr aufgewirbelt und verbreitet.
  • Sie haben einen Befall an öffentlichen Plätzen entdeckt? Informieren Sie die Gemeindeverwaltung, das Umwelt- oder Gesundheitsamt.