Begriff

Definition

Heckenschnitt

Heckenschnitt

Schon die alten Ägypter wussten geschnittene Hecken als Gestaltungselemente zu schätzen. Auch in unseren Gärten erfreuen sich bis heute Hecken aus heimischen und nicht heimischen Gehölzen großer Beliebtheit.

Allerdings bedürfen diese Pflanzungen regelmäßiger Pflege. Grundsätzlich soll der Formschnitt die Hecke zu dichterem Wuchs anregen. In der Gartenkunst hingegen werden Ziergehölze in ästhetische Formen gebracht.

Die Zeitintervalle zwischen den Pflegemaßnahmen sind abhängig von der Ausprägung der Hecke und der jeweiligen Gehölzart. Hierbei ist zu beachten, dass Mittel- und Niederhecken kürzere Zeitintervalle brauchen als hohe Hecken. Stark austreibende Gehölze, wie zum Beispiel Holunder, Rosen und Weidengewächse sollten alle fünf bis zehn Jahre zurückgeschnitten („auf den Stock gesetzt“) werden, Weißdorn-, Erlen- und Hainbuchenbestände lediglich alle zehn bis 20 Jahre.

Die Heckenpflege sollte stets verantwortungsbewusst durchgeführt werden. Hecken, die über lange Zeit nicht regelmäßig zurückgeschnitten wurden, machen einen radikalen Schnitt erforderlich. Hierbei sollte kein Kahlschlag am Stück durchgeführt werden. Vielmehr empfielt es sich, die Rückschnitte auf kürzere, nicht zusammenhängende Abschnitte des ältesten Teils der Hecke zu beschränken. Bei alten Hecken kann man diese Prozedur auf mehrere Jahre verteilen, wobei mit der Heckenspitze begonnen wird und die Seiten in den nächsten Jahren reduziert werden.

Im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September ist es in vielen Regionen verboten, Hecken und Gebüsche abzuschneiden oder zu zerstören. Das Bundesnaturschutzgesetz schützt insoweit die Nistplätze der heimischen Vögel.

Man unterscheidet drei Grundformen des Heckenschnitts: den trapezförmigen, den rechteckigen und den ovalen Schnitt. Weil er am einfachsten durchzuführen ist, wird meist der rechteckige Schnitt angewendet. Das kann aber bedeuten, dass die Hecke am Boden verkahlt.

Beim Heckenschnitt ist darauf zu achten, nicht wahllos irgendwo zu schneiden, sondern den Trieb immer mit einem Knoten enden zu lassen. Das Holz nach dem Knoten ist nutzlos und kann nicht austreiben, wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und stirbt ab. Soll eine Pflanze wurzeln, sollte der untere Teil mit einem Knoten enden.

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